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Milchpreise
23Sep

Europas Strohfeuer mit Milch gelöscht

Europaweit finden dieser Tage Protestaktionen von Milchbauern statt, die aufgrund der dramatisch gesunkenen Milchpreise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. Die Politik von EU-Kommission, Bundesregierung und Bauernverband setzt leider nicht an der Wurzel des Übels, der Überproduktion, an, sondern entzündet Strohfeuer mit Hilfe von Exportsubventionen und neuen Milchseen und Butterbergen, die mit Steuergeldern aufgekauft werden.Eine solche Protestaktion fand auch hier bei uns in Nordhessen, in Malsfeld im Schwalm-Eder-Kreis statt. Brennende Strohballen wurden mit mehreren tausend Litern Milch gelöscht.

Ich weiß, dass solche Aktionen umstritten sind, weil Lebensmittel vernichtet werden. Trotzdem finde ich sie richtig! Wer sich die Gesichter der Beteiligten angeschaut hat, weiß, dass das keine leichtfertige Aktion war, sondern dass die dramatische Situation der Betriebe solche dramatischen Aktionsformen notwendig macht. Einige der beteiligten Bäuerinnen hatten Tränen in den Augen.

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Ich persönlich ärgere mich über die offensichtliche Show-Politik der Bundesregierung, wenn es bei den Milchviehbetrieben ums pure Überleben geht. Wir Grüne wollen die Milchmenge reduzieren, um den Bauern die Chance auf einen fairen Preis zu bieten. Ein erster Schritt, den wir auf nationaler Ebene gehen könnten, wäre, die Saldierung auszusetzen. Mehr zu Grüner Milchpolitik findet ihr hier.

Bis bald,

Eure

Nicole

29Aug

Die Milch machts (besser gesagt: Die Milchmenge)

Vorgestern Abend war ich in Mittelhessen. Auf Einladung des GRÜNEN Kreisverbandes Vogelsberg und der Kreistagsfraktion haben wir über das Dauerbrenner-Thema „Milchpreise“ mit der Presse und dem Bundesverband Deutscher Milchbauern (BDM) diskutiert.  Weil zuviel Milch auf dem Markt vorhanden ist, bekommen die Bauern weniger als 20 Cent für den Liter.

v.l.n.r.: Nicole, Eva Goldbach und Peter Zielinski vom GRÜNEN Kreisverband Vogelsberg

v.l.n.r.: Nicole, Eva Goldbach und Peter Zielinski vom GRÜNEN Kreisverband Vogelsberg

Die Herstellungskosten für den Liter Milch liegen allerdings bei 30 bis 35 Cent. Das Ergebnis: Immer mehr Milchbauern geben wegen Unwirtschaftlichkeit ihre Höfe auf. Um diese Entwicklung zu stoppen muss die Milchmenge auf dem Markt gesenkt werden. Wir sind uns einig mit dem Bundesverband Deutscher Milchbauern: Die Milchquote muss um 5 % gesenkt und die bundesweite Saldierung abgeschafft werden.

Bis bald,

Eure

Nicole

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